---
title: "250 Jahre KPM Berlin"
date: 2022-01-01
last_modified: 2024-12-16T14:02:16+01:00
generated_at: 2026-06-08T21:13:58Z
url: "https://staging.stadtmuseum.de/artikel/250-jahre-kpm-berlin-perlen-des-porzellans"
description: "Das 250-jährige Jubiläum der Königlichen Porzellanmanufaktur Berlin – kurz: KPM – im Jahr 2013 wäre nicht denkbar ohne die beiden Vorgängermanufakturen von Wilhelm Caspar Wegely (1751-1757) und Johann Ernst Gotzkowsky (1761-1763)."
image: "https://staging.stadtmuseum.de/wp-content/uploads/2023/04/VASE_001-ii-60-368-b-ab_0-1437x1920.jpeg"
language: "de"
---

# 250 Jahre KPM Berlin

![](https://staging.stadtmuseum.de/wp-content/uploads/2023/04/VASE_001-ii-60-368-b-ab_0-225x300.jpeg)

**Das 250-jährige Jubiläum der Königlichen Porzellanmanufaktur Berlin – kurz: KPM – im Jahr 2013 wäre nicht denkbar gewesen ohne die beiden Vorgängermanufakturen von Wilhelm Caspar Wegely (1751-1757) und Johann Ernst Gotzkowsky (1761-1763).**

Wegely verdankt das Unternehmen nach zweijähriger Experimentierzeit den schönen weißen Scherben nach dem Vorbild der Meissner Manufakturen. Auch wenn die Manufaktur von Wegely nur wenige Jahre produzierte, gelang es ihr doch, Figuren, Vasen und Service zu erschaffen, die sich durch einen außerordentlich großen Formenreichtum auszeichnen. Die fantastischen Deckelvasen, reich besetzt mit plastischen Blumenschmuck und kleinen Vögeln und gekrönt von einem Putto, zeugen vom hohen künstlerischen Anspruch des Unternehmens. Die Deckelvase mit der durchbrochen Wandung ist ein Beispiel für die hohen technologischen Herausforderungen, von denen auch die sichtbaren Brandrisse erzählen.

Nur wenige Jahre später gelang es dem Bankier und Tuchhändler J.E. Gotzkowsky, weiteres Fachpersonal für seine Berliner Porzellanmanufaktur aus dem von Preußen besetzten Meißen abzuwerben. So kamen Modelleure, Former und Maler nach Berlin. Letztere gehörten zu jenem großen Kreis von Mitarbeitern, die vom Malereivorsteher Johann Gregorius Höroldt in der Meissner Manufaktur ausgebildet worden waren, darunter etwa A. F. von Löwenfink, ein Spezialist für individuelle Chinoiserien. Das Koppchen mit Unterschale und der Tabakskasten der Gotzkowsky-Manufaktur belegen diesen von Meißen geprägten Malereistil dieses KPM-Vorläufers.

**Im Auftrag des preußischen Königs**
1763 kaufte Friedrich II. die Manufaktur von Gotzkowsky und gründete am 19.September 1763 die KPM. Die wirtschaftlichen Bedingungen änderten sich damit grundlegend, denn im preußischen König fand die Manufaktur ihren größten Auftraggeber. So entstanden in seinem Auftrag wunderbare Service, die in seinen königlichen Schlössern oder als Geschenke Verwendung fanden. Daneben reichte die Spannbreite der Modelle von prunkvollen Vasen bis zu kleinen Flakons.

Nach der Übernahme entwickelte die Königliche Porzellanmanufaktur Berlin selbstbewusst ihren eigenen künstlerischen Stil, der sie bis heute deutlich von anderen Manufakturen unterscheidet. Einen großen Beitrag zu dieser erfolgreichen Entwicklung leisteten hervorragende Künstler wie der Bildhauer und Porzellanmodelleur Elias Meyer, der Architekt und Maler [Karl Friedrich Schinkel](https://staging.stadtmuseum.de/artikel/karl-friedrich-schinkel) sowie die Bildhauer Gottfried Schadow, Christian Daniel Rauch und Leonhard Posch.

Auch einige der Direktoren der königlichen Manufaktur hatten künstlerischen Einfluss auf die Produktentwicklung. So ist beispielsweise Georg Christoph Frick (1781-1848) die hohe Produktqualität der Lithophanien und deren breites Motivangebot zu verdanken. Die KPM Berlin ist auch bekannt für ihre einzigartige Blumenmalerei, die ihre Höhepunkte im Stil der „fleur en terrasse“ und in den bezaubernden Blüten der Weichmalerei findet.

Es gibt viele Beispiele aus der 250-jährigen Produktionsgeschichte für die außerordentliche Formenvielfalt und die künstlerische Qualität von KPM-Porzellan. Eine Auswahl der Perlen aus der großen Porzellansammlung der Stiftung Stadtmuseum Berlin präsentieren wir Ihnen in dieser Thementour.

![]()

![](https://staging.stadtmuseum.de/wp-content/uploads/2022/01/011-kgk_79-2_variante_1.jpeg) Modell: Preiscourant 1834: „Tabackskruken, cylinderförmig“; Weißer Scherben, polychrome Malerei, Vergoldung; Pressmarke: Preußischer Adler Die Königliche Gesundheitsgeschirrmanufaktur (KGM) produzierte von 1795-1865 und war in dieser Zeit ein Teil des Unternehmens der KPM Berlin. Die Produkte zeichneten sich durch eine Glasur ohne Blei aus und erhielten daher die Bezeichnung „Gesundheitsgeschirr“.   ![](https://staging.stadtmuseum.de/wp-content/uploads/2022/01/012-ii_62_523_b_grossevase_setzpfandt.jpeg) Weißer Scherben, teils Biskuitporzellan, teils weiß glasiert; Blaumarke: Zepter über KPM, unter Glasur Diese Monumentalvase hat eine Höhe von 167 cm, einen Durchmesser von 64 cm und besteht aus fünf Segmenten: Hals mit geweiterter Öffnung, Schulter in reliefiertem Biskuitporzellan, glasiertem Bauch, Fußzone in reliefiertem Biskuitporzellan und einem ausschwingendem Fuß. Später wurden auf der Pariser Weltausstellung 1855 mehrere Amphoren-Vasen mit einer Größe bis zu 137 cm präsentiert.   ![](https://staging.stadtmuseum.de/wp-content/uploads/2022/01/013-kgk-67-14_1.jpeg) Modell: 1654 „Große eiförmige Vase“, 1833; Weißer Scherben, polychrome Malerei, Goldradierdekor, vergoldete Messingmontierungen; Blaumarke: vermutlich innerhalb der Sockelmontierung Diese Vase wurde von der Belegschaft der Eisengießerei Borsig dem Firmeninhaber überreicht und stand bis 1911 in der Villa Borsig in Alt-Moabit. Dargestellt ist das Werksgelände und rückseitig in vier kleinen Medaillons die Lokomotivenproduktion in den Werkhallen.   ![](https://staging.stadtmuseum.de/wp-content/uploads/2022/01/014-kh_2006-94_pb_ab_vmtl_ziebe.jpeg) Modell: 9205; Weißer Scherben, polychrome Bemalung, Goldmalerei; Blaumarke: Zepter, unter Glasur Es entspricht dem wirtschaftlichem Denken einer Manufaktur, dass solche außergewöhnlichen Deckelfiguren auch einzeln als Kleinplastiken angeboten wurden. Das Modell bediente in seiner Gefälligkeit einen breiten Zeitgeschmack und wurde daher auch von einigen anderen Manufakturen übernommen.   ![](https://staging.stadtmuseum.de/wp-content/uploads/2022/01/001-ii-60-368-b-ab_0.jpeg) Naturweißer Scherben, weiß glasiert Stilistisch angelehnt an den Meissner Vogelbauer (1734) von J.J. Kaendler, ist diese Deckelvase eine Innovation der jungen deutschen Porzellankunst. Die vollständig durchbrochene Wand führte unter der damaligen technologischen Entwicklung zu Brandrissen im Vasenfuß. Ein zweites Exemplar mit einer männlichen Knauf-Figur zählt heute leider zu den Kriegsverlusten.   ![](https://staging.stadtmuseum.de/wp-content/uploads/2022/01/002-ii-95-519-b_0.jpeg) Modell: 23; Weißer Scherben, feuervergoldete Bronzemontierung, polychrome Malerei; Blaumarke: G, unter Glasur In der Manier der Höroldt-Malerei schmücken in den Kartuschen verschiedene Kauffahrteiszenen die Wandungen und den Deckel.   ![](https://staging.stadtmuseum.de/wp-content/uploads/2022/01/003-ii-95-546-b-ab_1.jpeg) Modell: Reliefzierat mit Kartuschen; Weißer Scherben, polychrome Malerei, Vergoldung; Blaumarke: Zepter, unter Glasur Ihre Namengebung erhielt diese Tassenart nach dem französischen Wort „trembler“, zittern. Die durchbrochene, mit der Unterschale fest verbundene Wandung, verhinderte nach dem Einstellen der Tasse, deren Wegrutschen. So war ein gefahrenfreier Transport des teuren Kaffees auch bei unruhigen Händen möglich.   ![](https://staging.stadtmuseum.de/wp-content/uploads/2022/01/004-vi_18265_koppchen_i_setzpfandt.jpeg) Weißer Scherben, polychrome Malerei, Vergoldung; nur Koppchen mit Blaumarke: Zepter, unter Glasur Form und Dekor spiegeln die lückenlose Übernahme des Meissner Stils wider. Zu den beliebtesten Motiven der Chinoiserien gehörte auch die hier dargestellte Tee Szene, im Stil der Höroldt-Malerei.   ![](https://staging.stadtmuseum.de/wp-content/uploads/2022/01/005-vi-21185-a-c_0.jpeg) Modell: „Cista Bacchica“; Weißer Scherben, polychrome Malerei, Vergoldung; Blaumarke: Zepter, unter Glasur Die umlaufende Blütenpracht „fleur en terrasse“, von Johann Friedrich Schulze entwickelt, darf durchaus zu den Höhepunkten der Berliner Blumenmalerei gezählt werden. 1817-19 wurde dieses Modell auch in das Tafelservice des Herzogs von Wellington aufgenommen.   ![](https://staging.stadtmuseum.de/wp-content/uploads/2022/01/006-ii-71-93-b-ab_0.jpeg) Weißer Scherben, polychrome Malerei, Vergoldung; Blaumarke: Zepter, unter GlasurModell: 1472, „Becher als Waßerblume, nebst Schale“Inventarnummer: II 71/93 B a+b Diese henkellose Tassenform ist eine Übernahme des Modells „Cobea“, der französischen Porzellanmanufaktur Sèvres. Gemeinsam mit dem Exemplar in der Twinight Collection New York sind es die einzig bekannten Ausformungen.    ![](https://staging.stadtmuseum.de/wp-content/uploads/2022/01/007-ii_75-110_b_ab.jpeg) Modell: nicht identifiziert; Weißer Scherben, polychrome Malerei, Vergoldung, Versilberung, Henkelergänzung Das Bildfeld der Tasse ziert das Porträt der Königin Luise von Preußen, nach einem Pastell von Johann Heinrich Schröder. Neben der seltenen Silbermalerei auf einem rosa Fond, ist die Imitationsmalerei des Lapislazuli Edelsteins von besonderer Anmut.    ![](https://staging.stadtmuseum.de/wp-content/uploads/2022/01/008-kh_2000-1_pb.jpeg) Modell: 1005, Redensche Form; Weißer Scherben, polychrome Malerei, Vergoldung; Blaumarke: Zepter, unter Glasur Die Vase ist ein Geschenk für den Direktor des Grauen Klosters Berlin, J.J. Bellermann (1754-1842) zum 50jährigen Jubiläum seiner Mitgliedschaft in der Freimaurer-Loge. Es ist eine Besonderheit in der KPM, dass Bemalung und Vergoldung dieser Vase ebenfalls nur durch Freimaurer erfolgte. Die umlaufenden Bildfelder erinnern an das Leben und Wirken Bellermanns.   ![](https://staging.stadtmuseum.de/wp-content/uploads/2022/01/009-kgk-69-12-ab_0.jpeg) Modell: „Münchener Vase“; Weißer Scherben, polychrome Malerei, Vergoldung; Blaumarke: Zepter, unter Glasur Die gezeigte Vase mit den Motiven der Bauakademie und der Sternwarte in den Bildfeldern, ist eine von drei Vasen, die die dem türkischen Minister Reschid Pascha geschenkt wurden. Die zweite Vase mit der Abbildung des Alten Museums und des Gendarmenmarktes - befindet sich ebenfalls im Stadtmuseum Berlin. Der Verbleib der dritten Vase ist leider unbekannt.   ![](https://staging.stadtmuseum.de/wp-content/uploads/2022/01/010-kgk_66-13.jpeg) Plattennummer: 337 „Romeo“; Biskuitporzellan, weißer Scherben; Pressmarke: Zepter über KPM Diese transparenten Lichtschirmplatten sind hauchdünn und ohne eine Durchlichtquelle völlig unscheinbar. Die KPM Berlin produzierte sie nur von 1828 bis 1865. Die Entwicklung der speziellen Porzellanmasse und die Motivauswahl lagen ausschließlich in den Händen des damaligen Manufakturdirektors Georg Christoph Frick (1781-1848).