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title: "Femme Fatale"
date: 2023-01-24
last_modified: 2026-05-18T10:50:08+02:00
generated_at: 2026-06-08T21:07:50Z
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description: "Die Hamburger Kunsthalle widmete sich der Frauenfigur 2023 mit einer Ausstellung, die auch Werke von Jeanne Mammen aus der Sammlung des Stadtmuseums Berlin zeigte."
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# Femme Fatale

![Zeichnung einer schwarzen Sphiny und einer über der Sphinx schwebenden rötlichen Chimäre](https://staging.stadtmuseum.de/wp-content/uploads/2023/01/08d7009c-4fe3-48a3-a7e8-7d31c963a5d0-280x300.jpg)

Mit der epochenübergreifenden Ausstellung „FEMME FATALE. Blick – Macht – Gender“ widmete sich die Hamburger Kunsthalle dem vielfältig bearbeiteten, schillernden wie klischeebehafteten Vorstellungsbild der Femme Fatale. Das Stadtmuseum Berlin war mit Grafiken der Berliner Künstlerin Jeanne Mammen (1890–1976) vertreten.

## Ausstellung: 9.12.22 – 10.4.23

„Das Stereotyp der erotisch-verführerischen und begehrenswerten Frau, die Männer in ihren Bann, aber letztendlich auch in ihr Unglück zieht, war lange von männlichen Blickmustern und einem binären Verständnis von Geschlecht geprägt. Im Fokus der Schau stehen die künstlerischen Erscheinungsformen des Themas vom frühen 19. Jahrhundert bis in die Gegenwart.

Zu sehen waren Gemälde präraffaelitischer Künstler:innen (Evelyn de Morgan, Dante Gabriel Rossetti, John William Waterhouse) ebenso wie Werke des Symbolismus (Fernand Khnopff, Gustave Moreau, Franz von Stuck), des Impressionismus (Lovis Corinth, Max Liebermann), des Expressionismus und der Neuen Sachlichkeit (Dodo, Oskar Kokoschka, Jeanne Mammen, Edvard Munch, Gerda Wegener). Mit Positionen der frühen feministischen Avantgarde (VALIE EXPORT, Birgit Jürgenssen, Maria Lassnig, Betty Tompkins) sowie aktuellen Arbeiten mit intersektionalen und (queer-)feministischen Ansätzen (Jenevieve Aken – Fellow der Philipp Otto Runge Stiftung – Nan Goldin, Mickalene Thomas, Zandile Tshabalala) wird der Bogen in die Gegenwart geschlagen.“

![Eine bunte Zeichnung, auf der ein Mann zu sehen ist, der seinen Kopf auf einen Tisch gelegt hat, daneben ist eine brennende Kerze zu sehen, ein stilistischer Medusa-Kopf, Fledermaus, Dornen und eine weiße Blume](https://staging.stadtmuseum.de/wp-content/uploads/2023/01/d0075954-f2a2-4641-893f-ccb76728ae83-253x300.jpg)

### Leihgaben des Stadtmuseums Berlin

Jeanne Mammen gehört mit ihren Bildern der 1920er Jahre zu den bekanntesten Berliner Malerinnen und Grafikerinnen. Während des NS-Regimes und in der Nachkriegszeit ging die kompromisslose Künstlerin neue Wege, doch sie blieb sich dabei treu.

In der Ausstellung der Hamburger Kunsthalle waren grafische Werke der Künstlerin zu sehen.

Ein Großteil der Leihgaben stammte aus der Zeit zwischen 1908 und 1914. In dieser Zeit studierte Jeanne Mammen Malerei in Paris, Brüssel und Rom. Erst 1915 kam sie zurück nach Berlin. Grund war die Flucht vor der weltkriegsbedingten Internierung in Paris.

Ihr symbolistisches Frühwerk besteht zumeist aus Aquarellen, die unter anderem literarische Werke zum Vorbild haben. So bezieht sich Mammen in der Grafik „Tod (Hl. Antonius)“ auf Gustave Flauberts „Die Versuchung des heiligen Antonius“.

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![Eine Frau in Jesus-Pose ans Kreuz genagelt, Jesus liegt am Boden und grämt sich](https://staging.stadtmuseum.de/wp-content/uploads/2023/01/cefd43f0-1656-47a1-8aa9-87ff515dce93.jpg) Jeanne Mammen: Frau am Kreuz, 1910-1914   ![Eine weibliche, scheinbar schwebende Figur mit Totenkopf, die auf einen Menschen herabschaut, der mit dem Kopf zur Erde kniet, daneben ein Kreuz](https://staging.stadtmuseum.de/wp-content/uploads/2023/01/638fd979-171d-4d1d-939d-6e8cb3d0d0fa.jpg) Jeanne Mammen: Tod (Heiliger Antonius), um 1910   ![Dunkles Bild eines oberkörperfreien Mannes mit Degen, zu seinen Füßen ein Skelett und drei abgeschlagene Frauenköpfe](https://staging.stadtmuseum.de/wp-content/uploads/2023/01/215ef7b0-9c14-4cb3-bfb0-ecc60c4fac05.jpg) Jeanne Mammen: Der Herzensstecher (Don Juan), um 1910   ![Schwarz-weiß-Zeichnung einer Frau, die den Kopf eines Mannes in den Händen hält](https://staging.stadtmuseum.de/wp-content/uploads/2023/01/8b64e52d-c30d-496f-bd55-b1c0d5c7ca40.jpg) Jeanne Mammen: Salome, zwischen 1908-1914   ![Eine Frau auf einem mit Schmuck versehenen Elefanten](https://staging.stadtmuseum.de/wp-content/uploads/2023/01/9930832d-e70b-48fe-82ad-1ec0b863cde6.jpg) Jeanne Mammen: Einzug der Königin von Saba, um 1910  ## Das Bild der Neuen Frau

![Grafik auf der in der Mitte ein Frauengesicht zu sehen ist, darüber steht: Die schöne Frau. Es handelt sich um ein Magazin, unten rechts steht "Heft Nr. 2". Links steht: "Preis-MK. 1"](https://staging.stadtmuseum.de/wp-content/uploads/2023/01/58b5b0d4-2ae3-4b87-91d5-8421c1f6984f-229x300.jpg)

![Eine androgyne Frau mit schwarzem Zylinder, die selbstbewusst aus dem Bild schaut, im Hintergrund eine Festsituation mit vielen feiernden und tanzenden Menschen, allerdings nur angedeutet](https://staging.stadtmuseum.de/wp-content/uploads/2023/01/67cb8605-2473-4f52-a8a4-1267656ebfa8-214x300.jpg)

![Frauen in einer Umkleidesituation, eine Frau zündet sich eine Zigarette an, eine andere rückt ihren Strumpfhalter zurecht, Frauen im Hintergrund schminken sich](https://staging.stadtmuseum.de/wp-content/uploads/2023/01/02a3e4fb-06e1-4274-b13e-01bc5c1567ce-219x300.jpg)

1920 bezog Mammen gemeinsam mit ihrer Schwester ein Wohnatelier am Kurfürstendamm 29 und arbeitete als Zeichnerin für verschiedene Zeitschriften und Magazine. Mit spitzer Feder begab sie sich auf ihren nächtlichen Streifzügen an zwielichtige Orte des großstädtischen Dschungels, die selbst von ihren männlichen Kollegen gemieden wurden. Mit ihren Portraits prägt die Malerin bis heute das Bild der Neuen Frau der 1920er Jahre.

Die Informationen über die Ausstellung sind mit freundlicher Genehmigung aus der Präsentation der Kunsthalle Hamburg entnommen.

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[ Ausstellungswebsite](https://www.hamburger-kunsthalle.de/ausstellungen/femme-fatale)

Ausstellungsort

**Ort**
Hamburger Kunsthalle
Glockengießerwall 5
20095 Hamburg

## Mehr über Jeanne Mammen

[ ![Foto von Jeanne Mammen in Mantel und Hut](https://staging.stadtmuseum.de/wp-content/uploads/2022/10/jeanne-mammen-1930-berlin-277x300.jpg)

### Jeanne Mammen

Jeanne Mammen (1890–1976) zählt seit den 1920er Jahren zu den bekanntesten Malerinnen und Grafikerinnen Berlins. Am 22. April jährte sich ihr Todestag zum 50. Mal.

Artikel, 7 min Lesezeit

](https://staging.stadtmuseum.de/artikel/jeanne-mammen)

[ ![Screenshot vom 360-Grad-Rundgang: Wohn-Atelier mit Möbeln und Kunstwerken](https://staging.stadtmuseum.de/wp-content/uploads/2026/05/atelier-jeanne-mammen-digital-screenshot-300x184.jpg)

### Das Atelier von Jeanne Mammen

Digitaler Rundgang durch eine Zeitkapsel: Seit dem Tod von Jeanne Mammen (1890-1976) ist das Wohn-Atelier der Künstlerin am Ku'damm nahezu unverändert geblieben.

Short-Story, 2 min Lesezeit

](https://staging.stadtmuseum.de/story/das-atelier-von-jeanne-mammen)

[ ![Gründerzeit-Fassade des Gartenhauses hinter sommelichen Sträuchern und Baum](https://staging.stadtmuseum.de/wp-content/uploads/2024/11/kurfuerstendamm-29-hinterhaus-239x300.jpg)

### Rückzugsort und „Zauberbude“

Das einstige Atelier der Berliner Künstlerin Jeanne Mammen am Ku'damm hat eine lange, bewegte Geschichte. Heute ist es ein authentischer Erinnerungsort.

Artikel, 9 min Lesezeit

](https://staging.stadtmuseum.de/artikel/rueckzugsort-und-zauberbude)

[ ![Zwei weibliche aussehende Personen stehen Arm in Arm nebeneinander, es umringt sie ein Kreis, der die Farben des Regenbogens wiedergibt](https://staging.stadtmuseum.de/wp-content/uploads/2022/11/nsdoku-to-be-seen_2022_v2-300x169.jpg)

### To Be Seen. Queer Lives 1900–1950

„To Be Seen“ im NS-Dokumentationszentrum München widmet sich den Geschichten von LGBTIQ\* in Deutschland in der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts. Zu sehen ist auch eine Leihgabe des Stadtmuseums Berlin.

Artikel, 3 min Lesezeit

](https://staging.stadtmuseum.de/artikel/to-be-seen-queer-lives-1900-1950)

## Weitere Themen

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](https://staging.stadtmuseum.de/thema/lieblingsobjekt)