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title: "Hans Baluschek & Carel Willink – Kunst für das Volk"
date: 2023-02-20
last_modified: 2026-02-18T12:20:11+01:00
generated_at: 2026-06-08T21:14:29Z
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description: "Mit der Ausstellung „Hans Baluschek & Carel Willink – Kunst für das Volk“ rückt das Museum Arnhem den Berliner Künstler Hans Baluschek (1870 – 1935) in den Fokus. Zu sehen sind mehr als 30 Gemälde und Grafiken aus dem großen künstlerischen Nachlass, den das Stadtmuseum Berlin seit 1947 bewahrt."
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# Hans Baluschek & Carel Willink – Kunst für das Volk

![Ein Straßenzug in der erhöhter Fluchtperspekte, eine leuchtende Straßenlaterne im Vordergrund, mehrere Frauen stehen auf der Straße, ein paar schauen dem Betrachter entgegen](https://staging.stadtmuseum.de/wp-content/uploads/2023/01/Baluschek_Grossstadtwinkel_1929-218x300.jpg)

**Mit der Ausstellung „Hans Baluschek &amp; Carel Willink – Kunst für das Volk“ rückt das Museum Arnhem den Berliner Künstler Hans Baluschek (1870 – 1935) in den Fokus. Zu sehen sind mehr als 30 Gemälde und Grafiken aus dem großen künstlerischen Nachlass, den das Stadtmuseum Berlin seit 1947 bewahrt.**

## Ausstellung: 26.2. – 25.6.23

Seine aufrüttelnde Kunst, sein sozialkritischer Blick und seine Rolle als Initiator kommunaler und staatlicher Förderprogramme für Künstler:innen vor hundert Jahren haben Hans Baluschek über die Berliner Grenzen hinaus bekannt gemacht. Der 1870 in Breslau (Wrocław, Polen) geborene und ab 1876 in Berlin lebende Künstler ist in den Niederlanden noch weitgehend unbekannt. Nun widmet das Museum Arnhem dem Lehrer des dort wiederum recht bekannten niederländischen Künstlers Carel Willink (1900 – 1983) eine große Sonderschau. Letzterer war zwischen 1920 und 1923 Schüler von Baluschek. Durch Baluscheks Arbeiten und einige zeitgenössische Werke, die die ungebrochene Aktualität seines Engagements unterstreichen, zeigt die Ausstellung die Dringlichkeit sozialer Fragen damals und heute auf.

!["Selbstbildnis 1918" ist oben rechts auszumachen, unten links steht in Großbuchstaben "Hans Baluschek". Zu sehen ist ein Mann im Profil, der knapp am Betrachter vorbeischaut, der Blick wirkt auch melancholisch. Sei Haar ist in der Mitte gescheitelt. Seine Augenbrauen wirken sehr buschig. Er trägt einen Schnauzbart im Kaiser-Wilhelm-Stil. Er trägt beigefarbene Malerkleidung, darunter trägt er ein weißes Hemd, das am Hals mit einer schwarzen Krawatte verschlossen ist. Der Hintergrund ist schwarz gestrichelt.](https://staging.stadtmuseum.de/wp-content/uploads/2023/01/Baluschek_Selbstbildnis_1925-232x300.jpg)

### Leihgaben des Stadtmuseums Berlin

Herr Sumsemann, die Nachtfee und die Mondkanone: Wer „Peterchens Mondfahrt“ (1915) von Gerdt von Bassewitz kennt, kennt auch Hans Baluschek. Der Berliner Künstler hat den Kinderbuchklassiker illustriert. Auch mit seinen sozialkritischen Arbeiten war Baluschek einem kunstinteressierten Publikum bekannt – auch wenn seine Werke nicht sonderlich beliebt waren.
„Zu wenig Parfüm und zu viel Pfütze“, beschrieb der Kunsthistoriker und -kritiker Willy Pastor 1902 die „geschmacklosen“ Arbeiten, von denen manche Betrachter:innen „angewidert“ gewesen seien. Und selbst Wilhelm II. ließ sich zu einem Kommentar über die Themen des Künstlers verleiten: Den Kohlezeichnungen-Zyklus „Opfer“ (1906), Baluscheks Hauptwerk der Vorkriegszeit, bezeichnete der letzte deutsche Kaiser und König von Preußen (1888 – 1918) abfällig als „Rinnsteinkunst“.

## „Opfer“

Auswahl von Kohlezeichnungen aus dem 1906 angefertigten Zyklus

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![Dunkle Raumsituation, die dominierenden Farben sind schwarz, grau, weiß. Eine junge Frau sitzt leicht bekleidet auf einem Canapee, ein älterer Mann mit Glatze und im Anzug kommt in den Raum und schaut das Mädchen an.](https://staging.stadtmuseum.de/wp-content/uploads/2023/01/Baluschek_Onkelchen_1906.jpg) Hans Baluschek: Onkelchen, Berlin 1906   ![Schwarz-Weiß-Zeichnung, zu sehen ist ein liegender Frauenkörper, unnatürlich verrenkt, der Kopf ist überstreckt, die Füße liegen seitlich, ein Arm ist ausgestreckt, der andere ungelenk in die Luft gehoben, im Hintergrund sind Bäume zu sehen](https://staging.stadtmuseum.de/wp-content/uploads/2023/01/Baluschek_Mord_1906.jpg) Hans Baluschek: Mord, Berlin 1906   ![Schwarz-Weiß-Zeichnung, man sieht einen Bürgersteig und eine Hausfassade mit Abwasserrohr links, auf dem Bürgersteig geht ein Mann in dunkler Kleidung, seine Hände sind zu Fäusten geballt, seine Augenbrauen sind hochgezogen, sein Mund geschlossen, er schaut auf den Boden. Durch sein kinnlanges Haar geht der Wind. Er hat eine hohe, in Falten gelegte Stirn.](https://staging.stadtmuseum.de/wp-content/uploads/2023/01/Baluschek_DerIrre_1906.jpg) Hans Baluschek: Der Irre, Berlin 1906   ![In diesem Gemälde ist ein mit Laken abgedeckter Mensch auf einer Bahre zu sehen, die auf Treppenstufen angelegt ist. Die Treppe führt zum Wasser, hier ist unten rechts der hintere Teil eines Ruderbootes zu sehen](https://staging.stadtmuseum.de/wp-content/uploads/2023/01/Baluschek_LeicheamKanal_1906.jpg) Hans Baluschek: Leiche am Kanal, Berlin 1906  Diese „Rinnsteinkunst“ war für Baluschek Motor und Motto zugleich. Mit sechs Jahren kam der Sohn eines Eisenbahningenieurs nach Berlin. In den ersten Jahren zog die Familie mehrmals um, blieb aber immer im Gebiet der Neubauten für Arbeiter:innen zwischen dem Halleschen und dem Kottbusser Tor (heute: Kreuzberg). Hier wuchs Baluschek auch mit Menschen auf, die buchstäblich am Rand der Gesellschaft lebten. Trotz privilegierter Umstände – die Familie konnte sich ein Dienstmädchen leisten – entwickelte Baluschek eine außergewöhnliche Beobachtungsgabe, die er bald in sozialkritische Kunst übersetzte.

##### Aus: „Im Kampf um meine Kunst“

„Als ich ein zehnjähriger Junge war, verpflanzte mich unser Dienstmädchen in die Hasenheide, wenn sie an manchem Sonntagnachmittag mit mir spazieren gehen sollte. Dann tanzte sie schnell auf dem ‚Bal champêtre‘ einmal rum, und ich saß gehorsam an einem von Bierflecken klebrigen Tisch im Gewühl der lärmenden Menschen, umbrüllt von der Karussellmusik und dem Ausrufer der Schaubuden, erschreckt von dem Knallen in den Schießbuden und den Hammerschlägen auf den Holzblock am Fuß der Kraftmesser, jener langen Stangen, an denen auf einer Schiene ein Klötzchen je nach der Kraft des Schlagers verschieden hoch hinaufgleitet, um vielleicht endlich oben an der Zahl 1000 die Glocke sieghaft anzuschlagen. Und über allem Lärm Staub, Staub, sonnendurchglänzter Staub.“

[   weiterlesen ](https://de.wikisource.org/wiki/Im_Kampf_um_meine_Kunst)

Im Laufe seines künstlerischen Arbeitslebens malte Baluschek Arbeiter:innen, alte und arme Menschen, Prostituierte, Menschen mit sichtbaren Spuren der Alkoholsucht, Leichen und Kriminalitätsopfer. Dabei handelte es sich in der Regel nicht um reale Personen, sondern eher um Menschentypen. Baluschek malte auch die Lebensräume prekär lebender Großstadtbewohner:innen: Industrie- und vernachlässigte Wohngebiete, Landschaften, die durchzogen sind von Eisenbahnschienen und rauchenden Schornsteinen. Auch zeigt Baluschek großstädtische Szenen, in denen die Stadt als abweisend dargestellt wird. Kaum eine Figur lächelt in den Werken Baluscheks. Er selbst verstand sich als sozialistisch denkenden Menschen, der sozialungerechte Zustände in Berlin und der Welt künstlerisch zu entlarven wusste.

Hans Baluschek: Im Kampf um meine Kunst. Erschienen in: Die Gartenlaube, Nr. 34, 68. Jahrgang, August 1920

> „Was mich um mich herum irgendwie berührt, ergreift, packt, erschüttert, gibt mir die Impulse zu meinen Bildern. Dann formt sich die Komposition, und aus meinen reichlichen, in meinem Gehirn aufgespeicherten Typenmaterial stellen sich die Figuren ein.“

Als Vertreter des kritischen Realismus sah sich Baluschek in der Tradition der Berliner Landschafts- und Industriemaler Adolph von Menzel (1815 – 1905) und Paul Friedrich Meyerheim (1842 – 1915). Literarisch war ihm der französische Schriftsteller Émile Zola (1840 – 1902), Begründer der literarischen Strömung des Naturalismus, Inspiration und Vorbild. In dem Magazinbeitrag „[Kampf um meine Kunst](https://de.wikisource.org/wiki/Im_Kampf_um_meine_Kunst)“ beschrieb Baluschek 1920 seine Schwierigkeiten, als relevanter Künstler anerkannt zu werden. Gleichwohl beeinflussten die wechselnden Stilrichtungen der damaligen Zeit, wie der Expressionismus, seine Arbeit wenig. Baluschek blieb seinem dem Realismus verpflichteten Stil stets treu.

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![Eine Gruppe von Männern steht in einem Raum mit hohen Decken, einem großen Fenster, einem Kohleofen sowie Stafeleien, sie schauen auf eine Frau, die sich vor dem Ofen entkleidet, manche Männer rauchen und werfen "Kenner"-Blicke auf die Frau](https://staging.stadtmuseum.de/wp-content/uploads/2023/01/Baluschek_Malschule_1894.jpg) Hans Baluschek: Malschule, Berlin 1894   ![Auf dem Gemälde sind Frauen mit Mädchen zu sehen, die in Sonntagskleidung und Picknickkörben einen Parkweg entlanggehen, im Hintergrund ist eine Industrieanlage zu erkennen](https://staging.stadtmuseum.de/wp-content/uploads/2023/01/Baluschek_Mittag_1894.jpg) Hans Baluschek, Mittag, Berlin 1894. Mischtechnik auf Karton, 82,5 x 111 x 6,5 cm, Inv.-Nr. VII 59/248 x   ![Eine Parkszenerie, im Hintergrund verläuft eine Bahnstrecke mit Bahnschranken, auch sind Strommasten zu sehen, auf einem Schild links steht "Restaurant zur Quelle". Ungefähr in der Mitte des Bildes ist eine sitzende Frau zu sehen, die auf einem roten Akkordeon spelt. Links und rechts von ihr gehen Menschen in Sonntagskleidung und Uniform spazieren.](https://staging.stadtmuseum.de/wp-content/uploads/2023/01/Baluschek_Heimkehr-Sonntagnachmittag_1895.jpg) Hans Baluschek: Heimkehr, Sonntagnachmittag, Berlin 1895   ![10 Frauen sitzen in Dirndl und Festkleidern in einer Reihe auf einer Empore, sie schauen auf den Gastraum, der mit länglichen Tischen und mehreren Stühlen versehen ist. Es sind nur drei weitere Menschen zu sehen: Zwei Männer, die sitzen, einer schaut zu den Frauen, der andere schaut an ihnen vorbei. Sowie ein Mann im Frack am linken Rand, er ist kleinwüchsig, hat die Hände auf dem Rücken verschränkt, er hat einen Zylinder in den Händen, er schaut Richtung Eingang](https://staging.stadtmuseum.de/wp-content/uploads/2023/01/Baluschek_VarieteRestaurant_1896.jpg) Hans Baluschek: Variété-Restaurant, Berlin 1896  ### Talent und politisches Engagement

Bereits als 15-Jähriger entdeckte Baluschek die Malerei für sich. Gleich nach dem Abitur 1890 wurde der 20-Jährige an der Berliner Kunstakademie aufgenommen. Deren Leitung hatte der konservative Historienmaler Anton von Werner (1843 – 1915) inne. Am 2. Mai 1898 war Baluschek Mitbegründer der Künstler:innengruppe „Berliner Secession“. Die Mitglieder starteten eine nachweislich erfolgreiche Gegenbewegung zum damals vorherrschenden, akademischen Kunstbetrieb. An der Künstlerinnenschule Berlin war Baluschek neben Käthe Kollwitz (1876 – 1945) Lehrer. 1908 eröffnete er eine private Malschule für Frauen.

![Drei Frauen in Sonntagstracht mit Hüten auf den Köpfen und Gestecken in den Händen schauen auf einen begrünten Hügel, auf dem Gieskannen im Gras und ein gelber Schmetterling zu sehen sind. Im Hintergrund sind dicht stehende Wohnhäuser zu erkennen.](https://staging.stadtmuseum.de/wp-content/uploads/2023/01/Baluschek_ZumFriedhof_1920-300x294.jpg)

1914 meldete sich Baluschek zum Kriegsdienst. Bis dahin stellte er die konstitutionelle Monarchie nicht in Frage. Doch seine Kriegserlebnisse und die gesellschaftlichen Auswirkungen des Ersten Weltkriegs brachten ihn zum Umdenken. 1920 trat er in die SPD ein und engagierte sich fortan in der Berliner Kultur- und Bildungsarbeit. Politisch setzte er sich vor allem für Arbeiter:innenbildung und die Verbesserung der Lage von Künstler:innen ein.

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![Zeichnung des Molkenmarkts mit Straßenbahn, die nach Tegel fährt, Droschken, Handkarren, sehr vielen Menschen auf der Straße, Litfaßsäulen und Häuser im Jugendstil](https://staging.stadtmuseum.de/wp-content/uploads/2023/01/Baluschek_Molkenmarkt_1929.jpg) Hans Baluschek: Molkenmarkt, Berlin 1929   ![Ein Mann, der eine Zigarre in der Hand hält, einen Hut trägt und einen Trenchcoat schaut oder starrt vielmehr auf eine Frau, die sich verschämt den perlzbesetzten Mantel zuhält. Sie steht an einer Straßenecke, über ihr ist zur Hälfte ein Schild zu lesen, darauf steht "Securitas GmbH, Eigene Werkstattt, Autog-"](https://staging.stadtmuseum.de/wp-content/uploads/2023/01/Baluschek_Morgengrauen_1930.jpg) Hans Baluschek: Morgengrauen, Berlin 1930   ![Eine Straßensituation, sehr viele Menschen im Vordergrund, die ihres Weges ziehen, im Hintergrund sind Großstadt-Gebäude zu sehen. "Karl Kahl", "Wohnungseinrichtungen", "Café", "Kino", "Leihhaus" sind als Reklameschilder in Neonschriftzügen auf den Fassaden zu lesen. Es gibt zudem eines kleines Wärterhäuschen mit einem Türmchen. Darin befindet sich eine Uhr. Sie zeigt 19:10 Uhr an.](https://staging.stadtmuseum.de/wp-content/uploads/2023/01/Baluschek_Grosstadtlichter_1931.jpg) Hans Baluschek: Großstadtlichter, Berlin 1931  ## Ein Atelier zum Geburtstag

1920 gehörte Baluschek zu den ersten Organisator:innen und Dozent:innen der neu gegründeten Volkshochschule Groß-Berlin. Baluschek unterrichtete Malerei. Hier traf er auf den niederländischen Künstler Claus Willink, dessen Werke in der aktuellen Ausstellung im Museum Arnhem zu sehen sind.

Von 1918 bis 1928 wohnte Baluschek in der Hauptstraße 34/35 in Schöneberg. In Schöneberg wurde er Vorsitzender der Kunstdeputation und engagierte sich auch in anderen Projekten. So organisierte er die Ausstellung „Das alte Schöneberg im Bilde“ (1920). Sie zeigte Ansichten und Bilder von Berlin zwischen 1685 und 1920. Von 1929 bis 1933 war Baluschek Leiter der Großen Berliner Kunstausstellung. Währenddessen konnte er in den damals neu erbauten Ceciliengärten, heute Semperstraße, einen „Atelierturm“ als Ehrenwohnung nutzen. Es war ein Geschenk des Bezirks anlässlich seines 60. Geburtstages.

![Eine Familie - ein Mann, eine Frau, zwei Kinder - befindet sich an einem Bahnsteig, die Dämmerung tritt ein, der Himmel färbt sich rot-blau, im Hintergrund sind rauchende Industrieschornsteine zu sehen. Die Familie sitzt auf einer Holztruhe, die Frau füttert das Baby mit einer Flasche, das andere Kinde hält ein Holzpferd in der Hand, der Mann stützt sich halb auf eine Schaufel und schaut erschöpft und leer vor sich hin](https://staging.stadtmuseum.de/wp-content/uploads/2023/01/Baluschek_DieAuswandernden_1924-228x300.jpg)

### Ehrengrab in Stahnsdorf

Ab 1933 wurden Baluscheks Arbeiten von den Nationalsozialisten auf die Liste der als „entartet“ geltenden Kunstwerke gesetzt. Er wurde von all seinen Ämtern entbunden, auch verlor er sein Atelier. Die letzten beiden Lebensjahre verbrachte Baluschek in der Bozener Straße 13/14.

Hans Baluschek starb am 28. September 1935 im Alter von 65 Jahren.

Beigesetzt wurde er auf dem heute nicht mehr existierenden Friedhof Schöneberg I an der Eisackstraße. 1939 wurde sein Grab umgebettet auf den Wilmersdorfer Waldfriedhof in Stahnsdorf. Der Grund: Die Nationalsozialisten benötigten die Fläche für ihre geplante „Welthauptstadt Germania“. Heute hat Hans Baluschek ein Ehrengrab des Landes Berlin in Stahnsdorf. In Schöneberg erinnert eine Gedenktafel am Haus Ceciliengärten 27, heute Semperstraße, und eine Grünanlage zwischen den S-Bahnhöfen Priesterweg und Südkreuz an den außergewöhnlichen Berlin-Chronisten.

## Umfangreicher Nachlass

1947 erwarb der Magistrat von Groß-Berlin als Ankauf von Irene Baluschek, der Ehefrau von Baluschek, den Nachlass des Künstlers. Zwölf Werke gingen an die Staatlichen Museen zu Berlin. 324 Werke wurden an das Märkische Museum übergeben. Sie bilden den Grundstock des heutigen umfangreichen Bestandes an Malerei und Grafik von Hans Baluschek in der Gemälde- und Grafiksammlung des Stadtmuseums Berlin.

Baluscheks Werke wurden im Ostteil Berlins seit 1948 mehrmals in Ausstellungen gezeigt. Die bis dahin umfangreichste Präsentation mit 150 Gemälden und Grafiken fand 1974 aus Anlass des hundertjährigen Jubiläums des Märkischen Museums statt.

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![Man sieht einen Hof, der rechts und links von hohen Zäunen gesäumt ist. Das komplette Bild ist voll mit Frauen, die aus einem Industriegebäude strömen. Zumeist sieht man nur die Köpfe, maximal noch den Oberkörper. Eine Frau hat ein weißes Tuch verknotet um ihren Kopf. Eine andere trägt ein Kreuz um den Hals. Alle Frauen schauen am Betrachter vorbei oder zu Boden.](https://staging.stadtmuseum.de/wp-content/uploads/2023/01/Baluschek_Arbeiterinnen_1900.jpg) Hans Baluschek: Arbeiterinnen, Berlin 1900   ![Ein Arbeiterpaar lehnt sich an ein Geländer, das unten mit Kreidezeichnungen versehen ist. Das Paar lehnt sich vertraut aneinander, im Hintergrund ist eine Hochbahnbrücke auf der linken Seite und eine normale Brücke auf der rechten Seite zu sehen. In der Mitte befinden sich Häuser, im Hintergrund Industrieschornsteine](https://staging.stadtmuseum.de/wp-content/uploads/2023/01/Baluschek_Feierabend_1925.jpg) Hans Baluschek: Feierabend, Berlin 1925   ![Wir befinden uns auf einem Industriegelände mit Hochöfen und einer Beförderungsbahn. Die Kohlen in den offenen Wagons dampfen. Die Lokomotive stößt ebenfalls Dampf aus, die Industrieanlage ist verschwommen im Hintergrund zu sehen. Im Vordergrund unten steht ein junger Mann auf den Gleisen mit rotem Kopftuch, die Hände im Rücken verschränkt.](https://staging.stadtmuseum.de/wp-content/uploads/2023/01/Baluschek_Huettenwerk_1935.jpg) Hans Baluschek: Hüttenwerk, Berlin 1935  Nach langjährigen Bemühungen von Kulturinstitutionen in beiden Teilen der Stadt war es 1991 erstmals möglich, eine Gesamtausstellung der Werke Baluscheks aus Ost- und West-Berliner Sammlungen in der Staatlichen Kunsthalle Berlin zu realisieren. Mit den Leihgaben des Stadtmuseums Berlin gibt es nun auch in den Niederlanden die Möglichkeit, den engagierten Ausnahmekünstler kennenzulernen.

![Zeichnung eines Industriegeländes mit unbepflastertem Weg, Bauzaun, einer Laterne, kahlen Bäumen und ein Schild auf dem "Fuchs & Beutler Baugeschäft" zu lesen ist](https://staging.stadtmuseum.de/wp-content/uploads/2023/01/Baluschek_NeueHaeuser_1895-300x229.jpg)

### Sammlung Online

Entdecken Sie den Nachlass von Hans Baluschek in der Sammlung Online.

[ Zu den Kunstwerken](https://sammlung-online.stadtmuseum.de/Home/Index?page=1&q=%22Baluschek%22)

[ Ausstellungswebsite](https://www.museumarnhem.nl/en)

Ausstellungsort

**Ort**
Museum Arnhem
Utrechtseweg 87
6812 AA Arnhem, Niederlande

[ ![](https://staging.stadtmuseum.de/wp-content/uploads/2023/02/image001.png)](https://www.museumarnhem.nl/en)

## Weitere Themen

- [ ![](https://staging.stadtmuseum.de/wp-content/uploads/2025/10/IMG_0227-225x300.jpeg)](https://staging.stadtmuseum.de/thema/unterwegs)
- [ ![Zwei Bauarbeiter hoch auf einem Gerüst bei Montagearbeiten an der Leuchtschrift auf dem „Haus der Statistik“, im Hintergrund vor weitem Himmel der Fernsehturm, 13. August 1969](https://staging.stadtmuseum.de/wp-content/uploads/2023/01/ost-berlin-alexanderplatz-haus-der-elektrotechnik-300x169.jpg)

Ost-Berlin

](https://staging.stadtmuseum.de/thema/ost-berlin)
- [ ![Rennwagen vor Zuschauertribüne](https://staging.stadtmuseum.de/wp-content/uploads/2023/08/avus-4-300x190.jpg)

West-Berlin

](https://staging.stadtmuseum.de/thema/west-berlin)
- [ ![Unbekannter Künstler, Auferstehungsszene, Kraut-Kapelle, entstanden 1725](https://staging.stadtmuseum.de/wp-content/uploads/2022/11/Krautkapelle_Auferstehung.doc-195x300.jpg)

Kunstraum Kraut

](https://staging.stadtmuseum.de/thema/kunstraum-kraut)