---
title: "Hans Rosenthal"
date: 2025-01-23
last_modified: 2026-05-06T16:06:54+02:00
generated_at: 2026-06-08T20:44:42Z
url: "https://staging.stadtmuseum.de/artikel/hans-rosenthal"
description: "Von den 1960er bis in die 1980er Jahre war der Holocaust-Überlebende Hans Rosenthal (1925 – 1987) einer der beliebtesten Showmaster im deutschen Radio und Fernsehen."
image: "https://staging.stadtmuseum.de/wp-content/uploads/2025/01/Hans_Rosenthal_Autogrammbild.jpg"
language: "de"
---

# Hans Rosenthal

**Von den 1960er bis in die 1980er Jahre war Hans Rosenthal (1925 – 1987) einer der beliebtesten Showmaster im deutschen Radio und Fernsehen. Als Überlebender des Holocaust setzte sich der fußballbegeisterte Berliner Entertainer bis zu seinem Tod für das jüdische Leben in Deutschland ein.**

![Portrait Foto des sitzenden Hans Rosenthal, das Kinn auf die Hand mit abgespreiztem Zeigefinger gestützt](https://staging.stadtmuseum.de/wp-content/uploads/2025/01/Hans_Rosenthal_Autogrammbild-281x300.jpg)

- **1925:** Geburt am 2. April in Berlin
- **1920er-1930er Jahre:** Jugend in Prenzlauer Berg
- **1946:** Beginn seiner Karriere im Rundfunk, zunächst als Sprecher und Moderator
- **1950:** Erste Fernsehsendung im deutschen Fernsehen
- **1960er Jahre:** bekanntester deutscher Fernsehmoderator
- **1970:** Gründung der „Hans Rosenthal Stiftung“ zur Unterstützung von Bedürftigen
- **1971:** erster Auftritt als Quizmaster der Sendung „Dalli Dalli“
- **1972:** Verleihung des Bundesverdienstkreuzes
- **1986:** letzte Moderation von „Dalli Dalli“
- **1987:** Tod am 10. Februar in Berlin

Aus „Zwei Leben in Deutschland. Eine deutsch-jüdische Geschichte“:

> »Und wenn mir die Kinder der Nachbarschaft „Dalli-Dalli” nachrufen, dann denke ich: Ja, ich habe mich eigentlich immer beeilt in meinem Leben. Nicht um dem Glück nachzulaufen, sondern um dem Unglück zu entgehen. Und dabei bin ich dann dem Glück begegnet.«

Hans Rosenthal

Am 2. April 1925 wurde Hans Rosenthal im Berliner Stadtteil Prenzlauer Berg als erstes Kind von Kurt und Else Rosenthal geboren. Seine Kindheit und Jugend waren vom frühen Tod seiner Eltern und der nationalsozialistischen Herrschaft überschattet.

### Flucht und Versteck

Wegen seiner jüdischen Herkunft wurde er diskriminiert und verfolgt. Die Deportation und Ermordung seines Bruders sowie und verschiedene Stationen in Zwangsarbeitslagern brachten den inzwischen 17-Jährigen 1943 dazu, unterzutauchen. Drei Frauen halfen ihm dabei, indem sie ihn in einer Lichtenberger Kleingarten-Kolonie versteckten.

Mithilfe eines einfachen Empfangsgeräts hörte er im Versteck Radio: deutsche Propaganda und alliierte Sendungen. Daraus entstand sein Wunsch, selbst Radio zu machen, ein Radio im Dienst der Freiheit.

![Gelbest Stoffstück mit aufgedrucktem schwarzem Davidstern und schwarzem Schriftzug "Jude"](https://staging.stadtmuseum.de/wp-content/uploads/2025/03/judenstern-2-300x225.jpg)

![Außenaufnahme der Bauhaus-Fassade mit Passanten und winterlich kahlen Allebäumen](https://staging.stadtmuseum.de/wp-content/uploads/2025/01/haus-des-rundfunks-masurenallee-300x197.jpg)

### Zum Rundfunk

Nach der Befreiung durch die Rote Armee im April 1945 erfüllte sich sein Wunsch nach einer beruflichen Tätigkeit für das Radio sehr schnell. Schon im Mai begann Rosenthal eine Ausbildung beim „Berliner Rundfunk“ der sowjetischen Militärverwaltung im „Haus des Rundfunks“ an der Masurenallee. Nach seiner Übernahme als Regie-Assistent engagierte er sich dort auch im Betriebsrat.

### Wechsel in den Westen

1947 heiratete Hans Rosenthal die in [Spandau](https://staging.stadtmuseum.de/thema/spandau) geborene Traudl Schallon (1927 – 2016), die er in der Kantine des Berliner Rundfunks kennengelernt hatte und mit der er sein Leben lang zusammenblieb. Aufgrund seiner demokratischen Überzeugung geriet er in dieser Zeit als Betriebsrat zunehmend mit dem „Berliner Rundfunk“ in Konflikt. So wechselte er im Juni 1948 zum „Rundfunk im Amerikanischen Sektor“ (RIAS), in dessen Schöneberger Funkhaus er zunächst als Aufnahmeleiter, später als Regisseur tätig war. In dieser Funktion begleitete er unter anderem die beliebte Kabarett-Sendung „Der Insulaner“, deren Titel auf die Insellage West-Berlins inmitten der Sowjetischen Besatzungszone (SBZ) anspielte.

![Das Ehepaar Rosenthal, sitzend, einander zugeneigt, er an einem Glas trinkend, sie lächelnd, beide beide blicken nach links](https://staging.stadtmuseum.de/wp-content/uploads/2025/01/hans-traudl-rosenthal-300x223.jpg)

![Rosenthal auf einer Bühne stehend und ins Mikrofon sprechend](https://staging.stadtmuseum.de/wp-content/uploads/2025/01/hans-rosenthal-paul-licnke-abend-1966-300x194.jpg)

In den 1950er Jahren trat Rosenthal erstmals als Showmaster auf. In Radio und Fernsehen präsentierte er Unterhaltungssendungen, die das Publikum begeisterten. Etwa zeitglich begann er, Publikumsveranstaltungen mit prominenten Persönlichkeiten aus Theater und Film zu moderieren. Seine charmante Art und seine Redegewandtheit machten ihn dabei schnell beliebt.

### Quiz-Erfolg und Fußball-Begeisterung

Seine bekannteste Sendung war „Dalli Dalli“, eine Spiel-Show mit prominenten Gästen. Ab 1971 im Zweiten Deutschen Fernsehen (ZDF) ausgestrahlt, wurde die Sendung von Rosenthal mit Witz und Charme moderiert. Dabei unterstützen ihn Der Musiker Heinrich Riethmüller und der Schnellzeichner Oskar (Hans Bierbrauer), der während der Sendung in Sekundenschnelle Karikaturen der Studiogäste schuf. „Dalli Dalli“ wurde zu einem der erfolgreichsten Formate im westdeutschen Fernsehen und machte Rosenthal weit über die Grenzen Berlins hinaus bekannt.

Neben Funk und Fernsehen war der Fußball Hans Rosenthals zweite große Leidenschaft. Seit August 1946 im Besitz einer Fußball-Lizenz, spielte er zunächst in einer von ihm gegründeten Auswahl des „Berliner Rundfunks“, später in einem West-Berliner „Prominenten-Elf“, zu deren Gründern der bekannte Kabarettist Wolfgang Neuss gehörte. Das Team schloss sich dem in [Westend](https://staging.stadtmuseum.de/thema/westend) beheimateten Fußball-Club Tennis Borussia Berlin an und trainierte regelmäßig in dessen Mommsenstadion. So wurde Tennis Borussia für Rosenthal zum sportlichen Zuhause. Ab 1965 lenkte er als Präsident die Geschicke des Vereins.

![Hans Rosenthal stehend neben der sitzenden Monika Sundermann vor wabenförmiger Kulisse mit Uhr](https://staging.stadtmuseum.de/wp-content/uploads/2025/01/Hans_Rosenthal_und_Monika_Sundermann_Dalli-Dalli-226x300.jpg)

![](https://staging.stadtmuseum.de/wp-content/uploads/2025/01/prominenten-mannschaft.jpg)

In Rosenthals Amtszeit etablierte sich der Club hinter Hertha BSC und Tasmania 1900 als ernstzunehmende Größe im West-Berliner Fußballsport und spielte viermal um den Aufstieg in die Fußball-Bundesliga. Auch nach seiner aktiven Zeit als Präsident blieb Hans Rosenthal Tennis Borussia verbunden und genoss im Verein und bei den Fans hohes Ansehen. Er trainierte weiterhin jeden Samstag für die Prominenten-Elf, die sich seit 1987 „Hans-Rosenthal-Team“ nennt.

Auch Rosenthals Markenzeichen aus der Quiz-Show „Dalli Dalli“ lebt bei Tennis Borussia bis in die Gegenwart fort: Bei jedem Tor der Heim-Mannschaft erscheint auf der digitalen Anzeigetafel das Bild des springenden Showmasters. Dazu ruft der Stadion-Sprecher „Sie sind der Meinung, das war…“ und die Fans antworten wie seinerzeit das Studio-Publikum im Chor: „Spitze!“

![Langärmliges, blau-weißes Adidas-Trikot auf Bügel vor neutralem Hintergrund](https://staging.stadtmuseum.de/wp-content/uploads/2025/01/tennis-borussia-berlin-trikot-hans-rosenthal-241x300.jpg)

## Engagement für jüdisches Leben

1980 veröffentlicht Hans Rosenthal seine Biografie „Zwei Leben in Deutschland. Eine deutsch-jüdische Geschichte“. Überhaupt war der Showmaster „Hänschen“ Rosenthal, wie er oft liebevoll genannt wurde, nur eine Seite des Holocaust-Überlebenden. Die andere Seite war sein Engagement für jüdisches Leben in der Bundesrepublik und in [West-Berlin](http://stadtmuseum.de/thema/west-berlin).

Aus „Zwei Leben in Deutschland. Eine deutsch-jüdische Geschichte“:

> „Mein eigenes Leben (…) war wie ein verkleinertes Spiegelbild dessen, was diesem Lande widerfahren ist, das ich – trotz oder gerade wegen der Leidenszeit, die mir auferlegt war – als Vaterland empfinde. Aus der Zeit totaler Verdunkelung ging der Weg der Deutschen in helles Licht. Es war manchmal grell und nicht immer wärmend. Aber es war ein Glücksfall vor dem Hintergrund der Kälte, aus der es keinen Ausweg zu geben schien.“

Hans Rosenthal

Als Mitglied des Zentralrats der Juden in Deutschland und als Vorsitzender der Repräsentanten-Versammlung der Jüdischen Gemeinde zu Berlin förderte und unterstützte Rosenthal das nach dem 2. Weltkrieg neu entstehende jüdische Leben nach Kräften. Seine beiden Kinder erzog er im jüdischen Glauben. Auch für humanitäre, soziale und politische Themen setzte er sich ein. Dabei half ihm seine bundesweite Prominenz.

![]()

![Die drei Abgebildeten stehend bei einer Abendgesellschaft, im Hintergrund ein weiterer Mann mit Zigarillo](https://staging.stadtmuseum.de/wp-content/uploads/2025/01/wolfgang-lueder-hans-dietrich-genscher-hans-rosenthal.jpg)

![Söhnker und das Ehepaar Rosenthal lächeln in die Kamera](https://staging.stadtmuseum.de/wp-content/uploads/2025/01/hans-soehnker-traudl-hans-rosenthal.jpg)

![Die festlich gekleideten Ehepaare Kohl und Rosenthal bei einer Abendveranstaltung im Gespräch](https://staging.stadtmuseum.de/wp-content/uploads/2025/01/helmut-hannelore-kohl-traudl-hans-rosenthal.jpg)

![Die drei Abgebildeten blicken stehend in die Kamera](https://staging.stadtmuseum.de/wp-content/uploads/2025/01/hans-rosenthal-curth-flatow-ephraim-kishon.jpg)

![Rosenthal blickt lächelnd zu der neben ihm sitzenden Tiller, die mit ernster Miene ein Los öffnet.](https://staging.stadtmuseum.de/wp-content/uploads/2025/01/hans-rosenthal-nadja-tiller.jpg)

Im Frühling 1983 sollte in Bad Hersfeld (Hessen) ein Kameradschaftstreffen von ehemaligen Angehörigen der nationalsozialistischen Waffen-SS stattfinden. In seiner Quiz-Show „Dalli Dalli“ rief Rosenthal deshalb am 19. Mai 1983 den dortigen Bürgermeister öffentlich dazu auf, das Treffen zu verhindern. In der Folge gingen beim ZDF antisemitische Schmähbriefe gegen den Showmaster ein. Das Kameradschaftstreffen fand trotz Rosenthals Appell statt, sah sich aber Protesten aus der Bevölkerung ausgesetzt, begleitet von Solidaritäts-Botschaften aus dem In- und Ausland. Noch bis 1986 moderierte Hans Rosenthal „Dalli Dalli“. Am 10. Februar 1987 starb er in Berlin.

## Gedenken

![Der rechteckige schwarze Grabstein Rosenthals mit Davidstern, Name und Lebensdaten 2.4.1925 bis 10.2.1987, davor Blumen](https://staging.stadtmuseum.de/wp-content/uploads/2025/01/grab-hans-rosenthal-1987-300x198.jpg)

## Spuren in Berlin

Am Haus in der Winsstraße 63 in [Prenzlauer Berg](https://staging.stadtmuseum.de/thema/prenzlauer-berg) markiert eine Gedenktafel den Ort, an dem Hans Rosenthal seine Kindheit verbrachte. In der Bernhard-Bästlein-Straße 22 im Ortsteil Fennpfuhl ([Lichtenberg](https://staging.stadtmuseum.de/thema/lichtenberg)) erinnert eine Gedenktafel an seine Zeit dort im Versteck. Eine Grundschule in derselben Straße heißt seit 2019 Hans-Rosenthal-Grundschule. Am 2. April 1993 wurde der Platz vor dem ehemaligen RIAS-Funkhaus in [Schöneberg](https://staging.stadtmuseum.de/thema/schoeneberg) Hans-Rosenthal-Platz benannt.

Tennis Borussia Berlin gedenkt seines ehemaligen Ersten Vorsitzenden, indem es die Sportanlage Kühler Weg in Westend nach ihm benannte. Seit 2012 trägt auch das Stadtbad Schöneberg seinen Namen, denn dort lernte Hans Rosenthal mit 25 Jahren das Schwimmen, was ihm in seiner Jugend durch die NS-Verfolgung verwehrt geblieben war. Das Berliner Anne Frank Zentrum schließlich stellt Hans Rosenthal seit 2014 in seinem Lernmaterial für Grundschulen als einen von sieben NS-verfolgten Berliner Jüdinnen und Juden vor.

## Mehr Berlin-Geschichten

- [ ![Zille mit Mantel, Hut und Zigarillo](https://staging.stadtmuseum.de/wp-content/uploads/2022/08/heinich-zille-postkarte-1918-300x235.jpg)

Berliner Persönlichkeiten

](https://staging.stadtmuseum.de/thema/berliner-persoenlichkeiten)
- [ ![Ansicht der Neuen Synagoge in der Oranienburger Straße, Gemälde von Emile de Cauwer, 1865](https://staging.stadtmuseum.de/wp-content/uploads/2024/03/neue-synagoge-251x300.jpg)

Jüdisches Leben

](https://staging.stadtmuseum.de/thema/juedisches-leben)
- [ ![Britische Militärposten mit Panzerspähwagen vor der Berliner Mauer, im Hintergrund Straßenschild "Potsdamer Platz" und Werbeschild "Coca Cola"](https://staging.stadtmuseum.de/wp-content/uploads/2024/04/d178b1e6-9de7-429f-8c4d-5c6a5cd958a4-300x231.jpg)

20. Jahrhundert

](https://staging.stadtmuseum.de/thema/20-jahrhundert)
- [ ![](https://staging.stadtmuseum.de/wp-content/uploads/2023/08/1978-auf-dem-Kutschbock-300x202.jpg)](https://staging.stadtmuseum.de/thema/alltagskultur)

![Blick in die Ausstellung: im Vordergrund eine Reproduktion der Zeitschrift "Der Insulaner" von 1948, im Hintergrund zwischen Säulen ein Motorroller vor wandhoher Fotografie einer Berliiner Straßenszene](https://staging.stadtmuseum.de/wp-content/uploads/2025/02/berlinzeit-insulaner-300x225.jpg)

### BerlinZEIT

**Die Stadt macht Geschichte!**

Berliner Persönlichkeiten und dem alten West-Berlin begegnen Sie auch in unserer großen Ausstellung im Museum Ephraim-Palais.

[ Zur Ausstellung](https://staging.stadtmuseum.de/ausstellung/berlinzeit)