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title: "Wie Berlin schreibt"
date: 2026-07-14
last_modified: 2026-07-24T10:52:03+02:00
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# Wie Berlin schreibt

Und was die Stadt damit zu tun hat

Hast du schon einmal darauf geachtet, wie Berlin aussieht, wenn du nur auf die Schrift schaust?

Du gehst durch die Stadt und liest sie mit. Da ist die klare Beschilderung in der U-Bahn. Ein paar Straßen weiter hängt ein alter Leuchtkasten. Dazwischen steht eine handgeschriebene Tafel vor einem Späti. Und irgendwo entsteht ein neuer Schriftzug auf einem Stromkasten.

Berlin lässt sich nicht mit einer einzigen Stimme erzählen. Und deshalb auch nicht in einer einzigen Schrift.

## Eine Stadt, viele Logos

Wenn du dir unser Logo-Erscheinungsbild anschaust, fällt dir vielleicht auf: Es gibt nicht die *eine* Schrift, die alles bestimmt. Das ist eine bewusste Entscheidung. In Berlin stehen unterschiedliche Zeiten und Ideen wie selbstverständlich nebeneinander. Das zeigen auch die Schriften: historische Formen, Nachkriegsmoderne, aktuelle Entwürfe aus Berlin und digitale Experimente von heute.

Viele unserer Schriften kommen direkt aus Berlin – aus dem Alltag, aus der Architektur, aus konkreten Orten.

[![](https://staging.stadtmuseum.de/wp-content/uploads/2026/07/Berlin-Museum-Hochkant-169x300.png)](https://staging.stadtmuseum.de/wp-content/uploads/2026/07/SSM_Logo-Animation_9-16_31sek_slow.mp4)

### Schrift-Mix im Logo

Schau dir unsere verschiedenen Logovarianten an.

### Futura Black Stencil – Leuchtschriften aus der Nachkriegszeit

Die **Futura Black Stencil** zum Beispiel erinnert an Leuchtschriften aus der Nachkriegszeit. Ihre unterbrochenen Buchstaben entstanden aus der Logik von Schablonen und waren besonders stabil für beleuchtete Fassaden. In Berlin findest du solche Schriftzüge bis heute an alten Ladenfronten in Charlottenburg oder an Wohnhäusern aus den 1960er-Jahren – oft als einzelne Buchstaben, die nachts leuchten.

### Moskau Grotesk – Auf zur Karl-Marx-Allee!

Die **Moskau Grotesk** basiert auf der Beschriftung des Café Moskau an der Karl-Marx-Allee in Mitte.

### U-Bahnhof Deutsche Oper – Architektur der 1970er Jahre

Am **U-Bahnhof Deutsche Oper** in Charlottenburg siehst du eine Schrift, die wie Teil der Architektur wirkt. Die Buchstaben sind nicht einfach aufgesetzt. Sie sind mitgedacht. So wurde in den 1970er Jahren gestaltet: Schrift gehörte zum Raum.

### ABC Maxi – Spätis an Kotti &amp; Co

Die **ABC Maxi** erinnert an Neon-Schriftzüge, wie du sie nachts an Spätis in Neukölln oder an Imbissen rund um den Kotti siehst. Die Buchstaben wirken gebogen, weil echte Neonröhren keine scharfen Ecken machen können. Genau dieses Prinzip steckt in der Schrift.

### WT Bobine – West-Berliner Flair

Die **WT Bobine** passt zu Orten wie dem Bikini Berlin am Breitscheidplatz. Dort triffst du auf klare Linien und ein offenes Raster. Die Schrift funktioniert ähnlich: streng gebaut und trotzdem zugänglich.

### Crack – Streetstyle in Fhain + Xberg

Die **Crack** erinnert an Schrift im Stadtraum: an Graffiti-Tags entlang der Warschauer Straße oder auf Stromkästen in Kreuzberg. Sie greift diese direkte, oft schnelle und unperfekte Form auf und macht sie sichtbar.

### CMM Coda – Stadt der Bürokratie

Die **CMM Coda** knüpft an Schreibmaschinen an, wie sie früher in Büros oder Verwaltungen in ganz Berlin genutzt wurden. Du findest diese Ästhetik heute noch auf alten Formularen oder Aushängen, zum Beispiel in Amtsfluren oder Werkstätten.

### EK Roumald – Zurück in die Gründerzeit nach Prenzlauer Berg und Moabit

Die **EK Roumald** erinnert an Beschriftungen an Gründerzeit-Fassaden, wie du sie in Prenzlauer Berg oder in Teilen von Moabit findest. Sie verbindet diese historische Form mit heutigen digitalen Werkzeugen.

### Neureal – Pop-up-Stores und neue Technologien

Die **Neureal** steht für das heutige Berlin – für Clubs, digitale Kultur und Gestaltung, die mit neuen Technologien arbeitet. Du findest diese Haltung eher in temporären Räumen: in Ausstellungen, Projekträumen oder im Nachtleben rund um Orte wie die Revaler Straße.

## Stadt-Impressionen aus unserer Sammlung Online

Diese Bilder zeigen, wie Berlin über Schrift im Stadtraum sichtbar wird. Die Auswahl stammt überwiegend aus den 1950er- bis 1990er-Jahren und kann die Vielfalt der Stadt nur ausschnitthaft darstellen. Sie vermittelt aber einen Eindruck davon, wie Schriften, Schilder und Leuchtreklamen das Berliner Stadtbild geprägt haben, und was uns auch als Inspiration diente.

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![Schwarz-weiß Foto mit Ladenschrift Leibniz Keks und Auslage, beleuchtet](https://staging.stadtmuseum.de/wp-content/uploads/2026/07/Leibniz-Keks_1928.jpg) Berlin im Licht: Musterladen am Ku'damm 26a, Berlin, 1928. Inventarnummer: IV 97/2(098) V   ![Leuchtreklamen an allen Häuserzeilen, nässeglatte Straßen, parkende Autos](https://staging.stadtmuseum.de/wp-content/uploads/2026/07/Kudamm-Nacht_1956.jpg) Der Kurfürstendamm bei Nacht, Berlin, 1956. Inventarnummer: SM 2018-00229,19   ![Redde Herrenausstatter steht über dem Geschäft, Passant:innen laufen an den Schaufenstern vorbei, es hängt Weihnachtsdeko in den Straßen](https://staging.stadtmuseum.de/wp-content/uploads/2026/07/Kudamm_Redde_1967.jpg) Herrenausstatter am Ku'damm, fotografiert am 30.12.1967, aus der Serie: Kasten 14 Berliner Weihnachten II (70er Jahre), Berlin, 1967. Inventarnummer: SM 2014-1752,103   ![siehe Beschriftung](https://staging.stadtmuseum.de/wp-content/uploads/2026/07/Kudamm_1969.jpg) Kiosk am Ku'damm Ecke Uhlandstr., fotografiert am 12.6.1969, aus der Serie: Kasten 93 Neugestaltung der Zoogegend, Berlin 1969. Inventarnummer: SM 2014-1937,122   ![siehe Beschreibung](https://staging.stadtmuseum.de/wp-content/uploads/2026/07/Kiosk_1970er.jpg) Straßenszene mit Zeitungskiosk und Werbeschild der Engelhardt-Kneipe Bei Robby, Berlin, 1970-72. Inventarnummer: SM 2020-00760-2-4,23   ![Ikonisches Foto mit dem Schild Achtung! Sie verlassen jetzt West-Berlin, im Hintergrund das Brandenburger Tor](https://staging.stadtmuseum.de/wp-content/uploads/2026/07/SieverlassenjetztWest-Berlin.jpg) Brandenburger Tor, Grenzgebiet zu Ost-Berlin, Berlin, Juni 1979. Inventarnummer: SM 2025-03374-1,30   ![Angabe Tagesgericht und Warme Küche](https://staging.stadtmuseum.de/wp-content/uploads/2026/07/Restaurant.jpg) Werbeschilder an der Gaststätte Berliner Kindl. Zur Hütte, Berlin Steglitz-Zehlendorf, 1970-72. Inventarnummer: SM 2020-00760-2-5,25   ![Bahnsteighäuschen mit Imbiß-Schild von Engelharft und Zigarettenautomat](https://staging.stadtmuseum.de/wp-content/uploads/2026/07/Imbiss.jpg) S-Bahnhof Gesundbrunnen, Imbisswerbung auf dem Bahnsteig, Berlin-Wedding, 1982. Inventarnummer: SM 2025-01617,128   ![Bahnhof Botanischer Garten steht über dem verschlossenen Zugang, Plakat mit einem Tennis spielenden Pärchen und dem Spruch Komm mit! Die Milch macht's.](https://staging.stadtmuseum.de/wp-content/uploads/2026/07/BotanischerGarten.jpg) S-Bahnhof Botanischer Garten, verschlossener Bahnsteigzugang, Berlin-Steglitz, 1984. Inventarnummer: SM 2025-01617,146   ![Eingang einer Kneipe](https://staging.stadtmuseum.de/wp-content/uploads/2026/07/Berliner-Kneipen.jpg) 1560 Berliner Kneipen. Aus der Serie: Berliner Kneipen, Berlin, 2012-2016. Inventarnummer: SM 2021-00611   ![Blaue Kacheln eine vergitterte Tür Schild Bahnhofsgaststätte Eingang in der Vorhalle! sowie Angebotstafeln rechts und links Tabakwaren Süßwaren Zeitschriften Flaschenbier Spirituosen außer dem Haus](https://staging.stadtmuseum.de/wp-content/uploads/2026/07/Bahnhofsgaststaette.jpg) S-Bahnhof Heerstraße, Bahnhofsgaststätte, Berlin-Charlottenburg, 1983. Inventarnummer: SM 2025-01617,038   ![Ein Plakat auf einem Holzaufsteller mit dem Schriftzug Alles Gute kommt am Straßenrand](https://staging.stadtmuseum.de/wp-content/uploads/2026/07/Alles-Gute.jpg) Wahlplakat, fotografiert am 28.1.1985, aus der Serie: Kasten 87 Wahlplakate, Berlin, 1985. Inventarnummer: SM 2014-1927,151   ![Gerüst mit Laufschrift "Die Freie Berliner Presse meldet" ](https://staging.stadtmuseum.de/wp-content/uploads/2026/07/Freie-Presse.jpg) Potsdamer Platz, Westseite, Berlin, Mai 1966. Inventarnummer: SM 2023-01360,41   ![Kino rote Vorhänge an der Leinwand ein Die zu sehen](https://staging.stadtmuseum.de/wp-content/uploads/2026/07/Die.jpg) Night on Earth. Bilder aus Berlin: Delphi Kino, Berlin 2006. Inventarnummer: SM 2018-01930,14   ![Banner mit dem Schriftzug Denkmalpflege Berlin/DDR und ein eingerüstetes Brandenburger Tor](https://staging.stadtmuseum.de/wp-content/uploads/2026/07/Denkmalpflege.jpg) Brandenburger Tor, Berlin-Mitte, April 1990. Inventarnummer: SM 2018-01190,53-021   ![Foto vom Eingang der S-Bahnstation](https://staging.stadtmuseum.de/wp-content/uploads/2026/07/WarschauerStrasse.jpg) S-Bahnhof Warschauer Straße, Berlin-Friedrichshain, 1990. Inventarnummer: SM 2025-01617,078   ![Haustür (Detail) mit Türknauf, Schlüssellöchern und Schild "Bitte während des Schnurrens gegen die Tür drücken"](https://staging.stadtmuseum.de/wp-content/uploads/2026/07/Schnurrens.jpg) Haustür (Detail) mit Türknauf, Schlüssellöchern und Schild, Berlin 1970-72. Inventarnummer: SM 2020-00760-2-5,19   ![Vertikale Leuchtreklame an der Hausfassade, Eckhaus](https://staging.stadtmuseum.de/wp-content/uploads/2026/07/Modehaus_Eleganzt.jpg) Leuchtreklame für das Modehaus Elegant, Berlin-Friedrichshain, 1990. Inventarnummer: SM 2025-01617,083   ![Haushaltswaren steht über der Tür und der Ladenzeile](https://staging.stadtmuseum.de/wp-content/uploads/2026/07/Haushaltswaren.jpg) Ladengeschäft, Berlin, 1990. Inventarnummer: SM 2025-01617,085   ![Lass mich bitte offen, Leave me open pleaser steht auf dem U-Bahn-Fenster ](https://staging.stadtmuseum.de/wp-content/uploads/2026/07/BVG.jpg) Sprechende Fenster in der U-Bahn zur Corona-Zeit, Berlin, 2021. Inventarnummer: BJ 0421   ![Die Fliese mit dem Ä fehlt](https://staging.stadtmuseum.de/wp-content/uploads/2026/07/MM.jpg) Acht Fliesen mit dem Schriftzug vom U-Bahnhof Märkisches Museum, Berlin, 1986-88. Inventarnummer: SM 2023-01943  ## Was das für uns bedeutet

Für uns als Berlin Museum ist das der Kern.

Wir zeigen Berlin nicht als einheitliches Bild. Deswegen kommen im Logo immer zwei unterschiedliche Schriften zusammen. Ihr Kontrast steht für eine Stadt, in der verschiedene Perspektiven, Geschichten und Erfahrungen aufeinandertreffen.

Unser Logo-Erscheinungsbild bleibt offen. Es lässt Kontraste zu und verändert sich, so wie die Stadt selbst.

Entwickelt haben wir es gemeinsam mit der Agentur Stan Hema. Zusammen haben wir eine Gestaltung geschaffen, die sichtbar macht, was Berlin ausmacht.

So wird aus vielen Schriften ein Bild.

## Lies hier weiter

- [ ![](https://staging.stadtmuseum.de/wp-content/uploads/2026/07/BM_E-Mail-Signatur_1070x720px_01-1-300x200.png)](https://staging.stadtmuseum.de/hallo)

- [ ![](https://staging.stadtmuseum.de/wp-content/uploads/2026/07/BM_E-Mail-Signatur_1070x720px_02-300x200.png)](https://staging.stadtmuseum.de/artikel/faq)