„Time Machine Infinitum. Queeres migrantisches Berlin“ – neue Freifläche in der Ausstellung BERLIN GLOBAL ab 13. Juni 2026 zu entdecken

   
Videostill aus „The Continuation (DIE FREUNDIN)“ featuring die Drag-Künstlerin Hassandra in „Time Machine Infinitum. Queeres migrantisches Berlin“, 2026
© Noam Gorbat, Omar Nicolas, Sama Ahmadi / Stadtmuseum Berlin

Die neue Freiflächen-Präsentation Time Machine Infinitum. Queeres migrantisches Berlin“ von Noam Gorbat, Omar Nicolas und Sama Ahmadi in der Ausstellung BERLIN GLOBAL begibt sich auf eine Zeitreise durch das queere migrantische Berlin. Das Projekt ist vom 13. Juni 2026 bis 31. Januar 2028 zu erleben.

Videostill aus „OYA BAR COLLECTIVE“ in „Time Machine Infinitum. Queeres migrantisches Berlin“, 2026
© Noam Gorbat, Omar Nicolas, Sama Ahmadi / Stadtmuseum Berlin

Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft

Die multimediale Installation verbindet Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft, um die Präsenz und das kulturelle Erbe queerer Migrantinnen und BIPoC hervorzuheben und wertzuschätzen. In mehreren Videos widmen sich die drei Künstlerinnen zusammen mit zahlreichen Protagonist*innen, Räumen des Austauschs, der Selbstorganisation und der Sichtbarkeit queerer BIPoC in Berlin.
Sie schlagen einen Bogen von der queer-migrantischen Geschichte der 1920er Jahre, über das queere jüdische Leben vor dem Zweiten Weltkrieg, politische Kämpfe des Vereins „ADEFRA – Schwarze Frauen in Deutschland“ in den 1980er Jahren oder des „OYA-Kollektivs“ heute, bis hin zu Visionen der jugendlichen Ballroom-Szene für ein queeres Berlin der Zukunft. Die verschiedenen Orte, Menschen und Zeitebenen treten in Beziehung zueinander und bilden ein bewegliches Gefüge aus individuellen und kollektiven Erzählungen.

Kontinuitäten, Überlagerungen und Erinnerungen

Die Installation versteht sich als Teil einer selbstbestimmten, nicht abgeschlossenen Geschichte aus Kontinuitäten, Überlagerungen und Erinnerungen. Dabei macht sie kollektive Kämpfe um Räume und Strukturen sichtbar. Ein themenbezogenes Veranstaltungsprogramm ergänzt das Projekt bis 31. Januar 2028.
 
Künstler*innen: Noam Gorbat, Omar Nicolas und Sama Ahmadi
Kuratorische Begleitung Stadtmuseum Berlin: Sophie Perl, Leon Pschierer
Ausstellungsdauer: 13. Juni 2026 bis 31. Januar 2028
Ausstellungsort:
Raum „Vergnügen“ in BERLIN GLOBAL im Humboldt Forum, Schlossplatz 1, 10178 Berlin
Videostill aus „Jüdisches queeres Nachtleben“ in „Time Machine Infinitum. Queeres migrantisches Berlin“, Mulackritze, Gründerzeitmuseum Mahlsdorf, 2026
© Noam Gorbat, Omar Nicolas, Sama Ahmadi / Stadtmuseum Berlin

Kurzbiografien
Noam Gorbat
Noam Gorbat ist Videokünstler*in und Filmemacher*in in Berlin und arbeitet an der Schnittstelle von darstellender Kunst und Dokumentarfilm. Die Praxis verbindet intersektionale Perspektiven mit feministischen Erzählformen. Der Kurzfilm „Underscore*“ wurde 2024 beim BIFF ausgezeichnet. Noam arbeitete unter anderem mit Florentina Holzinger, Gob Squad, Ian Kaler, B A G collective, Jasmin İhraç und Roni Katz.
 
Omar Nicolas
Omar Nicolas ist Künstler, Kurator, Designer und Musikproduzent in Berlin. Die multimediale Praxis verbindet künstlerische Forschung mit Popkultur und gesellschaftskritischen Fragestellungen. Omar war Mitbegründer*in von Fehras Publishing Practices. Arbeiten wurden unter anderem bei documenta 15, HKW Berlin, Sharjah Biennale und EMST Athen gezeigt. Seit 2019 entwickelt Omar das Musikprojekt „OMAR KTD“.
 
Sama Ahmadi
Sama Ahmadi ist Kulturarbeiter*in und Raumstrateg*in in Berlin. Geboren in Teheran, prägen Erfahrungen von Vertreibung und politischer Gewalt die künstlerische Praxis. Nach dem Studium der Bildenden Kunst an der Universität Paris 8 mit Fokus auf Erinnerung und Trauma arbeitet Sama szenografisch mit Licht, Farbe und Raum. Die Arbeit ist in selbstorganisierten Kontexten verankert und engagiert sich für transnationale Solidarität und kollaborative Strukturen.

Freiflächen in BERLIN GLOBAL
Time Machine Infinitum. Queeres migrantisches Berlin“ ist das neunte Freiflächen-Projekt in der Berlin Ausstellung. Darüber hinaus sind aktuell „Dara Tûyê – درخت توت – Der Maulbeerbaum
Feministische Stimmen über Krieg und Gärten“ zu solidarischem Handeln von Frauen und
Wenn ich König*in wäre…Junge Visionen aus Neukölln“ zu sehen. Infolge einer öffentlichen Ausschreibung 2023 unter dem Motto „Macht Eure eigene Ausstellung!“ wurden alle drei Projekte von einer unabhängigen Jury ausgewählt. Eine Übersicht, auch der vergangenen Projekte, findet sich unter https://staging.stadtmuseum.de/freiflaechen.
 
BERLIN GLOBAL
Auf 4.000 Quadratmetern thematisiert BERLIN GLOBAL in sieben Themenräumen Fragen wie: Was ging und geht von Berlin in die Welt? Was wirkte in die Stadt zurück? Und wie wollen wir sie gestalten? In atmosphärischen Inszenierungen werden die ausgewählten Aspekte Revolution, Freiraum, Grenzen, Vergnügen, Krieg, Mode und Verflechtung seit 2021 nacherlebbar. Auf der Website sowie den Social-Media-Kanälen auf YouTube, Instagram und Facebook erhalten Interessierte weitere Einblicke in die Ausstellung.

WEITERE INFORMATIONEN UNTER
staging.stadtmuseum.de/berlin-global
staging.stadtmuseum.de/time-machine 
www.humboldtforum.org/berlin-global