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title: "Berlin 1945 und heute"
date: 2025-04-30
last_modified: 2026-05-06T10:47:50+02:00
generated_at: 2026-06-08T20:46:44Z
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description: "Bilder von damals zeigen in verblüffenden Vergleichen mit heutigen Fotografien, wie sich die Stadt in den vergangenen 80 Jahren verändert hat."
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# Berlin 1945 und heute

![Überlagerungsbild Marienkirche 1945 und heute](https://staging.stadtmuseum.de/wp-content/uploads/2025/05/berlin-1945-heute-vorschaubild-300x222.png)

**In der fotografischen Gegenüberstellung von damals und heute entstehen verblüffende Bildpaare, die die ungeheuren Veränderungen der Stadt seit Ende des Zweiten Weltkrieges vor Augen führen.**

Die Bilder des britischen Offiziers, Ingenieurs und Stadtplaners [Cecil F. S. Newman](https://staging.stadtmuseum.de/artikel/cecil-f-s-newman), der Berlin ab Sommer 1945 ein Jahr lang fotografierte, zeigen eindrucksvoll die Folgen des 2. Weltkriegs für die Hauptstadt des „Dritten Reichs“. Jahrzehnte nach dem Krieg ließ das Stadtmuseum Berlin dieselben Orte erneut fotografieren. Begeben Sie entlang dieser Bilder auf eine Entdeckungsreise zwischen Vergangenheit und Gegenwart, zwischen Krieg und Frieden, Zerstörung und Wiederaufbau.

## Mitte

![Ruinen Unter den Linden und beschädigtes Brandenburger Tor](https://staging.stadtmuseum.de/wp-content/uploads/2025/05/unter-den-linden-newman-1945-1-300x204.jpg)

![Neubauten unter den Linden und restauriertes Brandenburger Tor](https://staging.stadtmuseum.de/wp-content/uploads/2025/05/unter-den-linden-wermann-2015-1-300x204.jpg)

##### Unter den Linden

Die auf Newmans Bild sichtbaren Ruinen auf der nördlichen Straßenseite wurden nach 1945 abgerissen. Es handelt sich unter anderem um die von [Karl Friedrich Schinkel](https://staging.stadtmuseum.de/artikel/karl-friedrich-schinkel) entworfene Kriegsakademie und die Räumlichkeiten der IG Farben. Heute sind in den nach 1989 entstandenen Neubauten das Hauptstadtbüro des Magazins „Der Spiegel“ (Pariser Platz 4a / Unter den Linden 80), ein Informationsbüro des Europäischen Parlamentes (Unter den Linden 78) und die Ungarische Botschaft (Unter den Linden 76) untergebracht. Im Hintergrund das 1791 unter Leitung von Carl Gotthard Langhans fertiggestellte Brandenburger Tor.

![Zerstörte Reichskanzlei mit Schuttbergen an geräumter Straße](https://staging.stadtmuseum.de/wp-content/uploads/2025/05/neue-reichskanzlei-berlin-1945-300x218.jpg)

![DDR-Plattenbau mit asiatischem Restaurant hinter Bäumen](https://staging.stadtmuseum.de/wp-content/uploads/2025/05/neue-reichskanzlei-berlin-2015-300x218.jpg)

##### Neue Reichskanzlei

Das Palais Borsig wurde 1877 für den Unternehmer Albert Borsig nach Plänen des Architekten Richard Lucae fertig gestellt. Zwischen 1904 und 1933 nutzte die Preußische Pfandbriefbank das Palais, bevor es Franz von Papen als Vizekanzlei diente. Der Erweiterungsbau der alten Reichskanzlei schloss 1930 die Lücke zwischen der Wilhelmstraße 77 und dem Palais Borsig. Nach Plänen von Albert Speer entstand ab 1935 die Neue Reichskanzlei, in welche das Palais Borsig integriert wurde. Der gesamte Baukomplex wurde zwischen 1959 und 1953 abgerissen. Heute stehen hier Wohn- und Geschäftsgebäude aus den 1980er Jahren.

![Schloss- und Domruine an der Spree, gegenüber zerstörte Wohnhäuser](https://staging.stadtmuseum.de/wp-content/uploads/2025/05/berliner-schloss-1945-newman-300x221.jpg)

![Berliner Dom mit Schlossbaustelle an der Spree, gegenüber Bäume des Mars-Engels-Forums](https://staging.stadtmuseum.de/wp-content/uploads/2025/05/berliner-schloss-2015-wermann-300x221.jpg)

##### Berliner Dom und Schloss

Die Häuser an der ehemaligen Burgstraße, die den Zweiten Weltkrieg teilweise überlebt hatten, wurden in den 1970er Jahren abgerissen, um Platz für das 1986 eingeweihte Marx-Engels-Forum zu schaffen. Die Instandsetzung des schwer beschädigten Berliner Doms (Architekt Julius Raschdorff, 1905 geweiht) zog sich bis zum Jahr 2002 hin. Das ebenfalls beschädigte [Berliner Schloss](https://staging.stadtmuseum.de/artikel/berliner-schloss-um-1730) wurde 1950/51 abgerissen, um den Marx-Engels-Platz anzulegen. An seiner Stelle stand 1976 bis 2008 der Palast der Republik. Heute befindet sich hier das Humboldt Forum im rekonstruierten Berliner Schloss, dessen östliche, der Spree zugewandte Seite nach Plänen des italienischen Architekten Franco Stella modern gestaltet worden ist.

![Blick entlang der vom Schutt geräumten Straße über Trümmerberge auf die von Ruinen und Altbauten umgebene Kirche](https://staging.stadtmuseum.de/wp-content/uploads/2025/05/marienkirche-berlin-1945-newman-300x200.jpg)

![Blick entlang der Liebknechtstraße auf die Marienkirche, links moderne Hotel- und Bürogebäude, rechts Bäume des Marx-Engsle-Forums](https://staging.stadtmuseum.de/wp-content/uploads/2025/05/marienkirche-berlin-2015-wermann-300x200.jpg)

##### Marienkirche und Umgebung

Die Umgebung der Marienkirche wurde im Rahmen der Neugestaltung des Alexanderplatzes in den 1960er und 1970er Jahren komplett verändert. Die Bebauung auf der südöstlichen Seite der Karl-Liebknecht-Straße ist einer großen Freifläche gewichen. Zwischen 1965 und 1969 wurde ein Wahrzeichen Berlins, der UKW- und Fernsehturm, östlich der Marienkirche nach Plänen von Günter Franke und Fritz Dieter errichtet. Entlang der Karl-Liebknecht-Straße 7-13 entstand zwischen 1968 und 1973 der sogenannte Liebknechtriegel. Die Freifläche auf der linken Seite von Newmans Bild wurde 1979 mit dem Palasthotel bebaut, das 2001 dem DomAquarée weichen musste.

![Blick über Schuttberge auf den von Ruinen gesäumten Spittelmarkt](https://staging.stadtmuseum.de/wp-content/uploads/2025/05/spittelmarkt-1945-newman-300x187.jpg)

![Blick entlang der Leipziger Straße auf Wohn-Hochhäuser aus der DDR-Zeit](https://staging.stadtmuseum.de/wp-content/uploads/2025/05/spittelmarkt-heute-300x187.jpg)

##### Spittelmarkt

Der einst beliebte und belebte Platz ist im heutigen Stadtbild nicht mehr zu erkennen. Quer über seinen ehemaligen Standort verläuft die mehrspurige Leipziger Straße. Was den Zweiten Weltkrieg überstand, fiel in den 1960er und -70er Jahren der sozialistischen Baupolitik der DDR zum Opfer – wie auch die nahegelegene Petrikirche, deren Entstehungsgeschichte bis in die Gründungszeit Berlin-Cöllns zurückreichte. In den 1990er Jahren entwickelte Pläne, den Spittelmarkt in moderner Form neu entstehen zu lassen, wurden nur ansatzweise umgesetzt.

## Friedrichshain

![Vom Schutt geräumte Straße, gesäumt von Trümmern, Ruinen und leicht beschädigten Gründerzeit-Gebäuden](https://staging.stadtmuseum.de/wp-content/uploads/2025/05/friedrichshain-andreasplatz-1945-newman-300x218.jpg)

![Plattenbauten an breiter, von Bäumen gesäumter Straße](https://staging.stadtmuseum.de/wp-content/uploads/2025/05/friedrichshain-andreasplatz-2015-wermann-300x218.jpg)

##### Andreasplatz

Der Andreasplatz in [Friedrichshain](https://staging.stadtmuseum.de/thema/friedrichshain), benannt nach der im Zweiten Weltkrieg zerstörten Andreaskirche am südlichen Ende der Andreasstraße, ging im Rahmen der Neubebauung in den 1960er Jahren verloren. Der Platz gehörte zum alten Berliner Stadtteil Stralauer Vorstadt, einem kaiserzeitlichen Industrie- und Arbeiterviertel. Die in Newmans Bild zerstörten Mietskasernen aus der Vorkriegszeit waren auch Inspiration und Heimat von [Heinrich Zille](https://staging.stadtmuseum.de/artikel/heinrich-zille), der ab 1867 in der Kleinen Andreasstraße wohnte. Heute ist die Straßenkreuzung des ehemaligen Andreasplatzes von Wohnungsplattenbau aus den 1960er und 1970er Jahren geprägt.

## Tiergarten

![Blick über kahle Bäume auf eine Ruinenlandschaft](https://staging.stadtmuseum.de/wp-content/uploads/2025/05/berlin-hansaviertel-1945-newman--300x159.jpg)

![Blick über sommerlich grüne Bäume auf Plattenbauten](https://staging.stadtmuseum.de/wp-content/uploads/2025/05/berlin-hansaviertel-2015-wermann-300x159.jpg)

##### Hansaviertel

Blick von der Siegessäule im [Tiergarten](https://staging.stadtmuseum.de/thema/tiergarten) entlang der Altonaer Straße auf das [Hansaviertel](https://staging.stadtmuseum.de/thema/Hansaviertel) . Das 1874 gegründete Viertel wurde im Zweiten Weltkrieg weitestgehend zerstört, auch die zwischen 1892 und 1895 von Johannes Vollmer im neogotischen Stil erbaute Kaiser-Friedrich-Gedächtniskirche, deren Ruine 1954 gesprengt wurde. Im Rahmen der Internationalen Bauausstellung 1957 begann der Wiederaufbau des schon seit 1953 geplanten südlichen Hansaviertels als städtebauliche „Mustersiedlung“, ein herausragendes Beispiel der Nachkriegsmoderne, der „aufgelockerten und durchgrünten“ Stadt. In diesem Zusammenhang entstand auch die neue Kaiser-Friedrich-Gedächtniskirche als moderner Kirchenbau nach Plänen des Architekten Ludwig Lemmer.

## Moabit

![](https://staging.stadtmuseum.de/wp-content/uploads/2025/08/behala-1945-newman-300x208.jpg)

![](https://staging.stadtmuseum.de/wp-content/uploads/2025/08/behala-heute-berlin-history-app-300x208.jpg)

##### Westhafen

Der größte Hafen Berlins war nach umfangreichen Erweiterungen in den 1920er Jahren zugleich der zweitgrößte Binnenhafen Deutschlands (nach Duisburg). Während des 2. Weltkriegs spielte er eine wichtige Rolle für die Lebensmittelversorgung der Stadt. 1945 waren 60 Prozent der Hafenanlagen zerstört: überwiegend durch Kriegsschäden, zum Teil aber auch aufgrund der Demontage technischer Anlagen durch die sowjetische Besatzungsmacht. Nach der sowjetischen Blockade West-Berlins 1948/49 lagerte hier in [Moabit](https://stadtmuseum.de/thema/moabit) ein Teil der Lebensmittelvorräte, die vom West-Berliner Senat für den Fall einer erneuten Blockade als „Senatsreserve“ beschafft wurden. Seit der Wiedervereinigung 1990 dient der Hafen überwiegend wieder als Handels-, Gewerbe- und Warenumschlagplatz.

![Blick über die Behelfsbrücke auf die vollständig erhaltenen Altbauten auf der Charlottenburger Seite](https://staging.stadtmuseum.de/wp-content/uploads/2026/01/gotzkowskybruecke-1945-300x195.jpg)

![Blick über den Brückenneubau auf Alt- und Neubauten auf der Charlottenburger Seite](https://staging.stadtmuseum.de/wp-content/uploads/2026/01/gotzkowskybruecke-heute-300x195.jpg)

##### Gotzkowskybrücke

Die 1910-11 nach Plänen von Stadtbaurat Friedrich Krause (1856-1925) erbaute Gotzkowskybrücke quert den Spreebogen zwischen Moabit und Charlottenburg. In der [Schlacht um Berlin](https://staging.stadtmuseum.de/artikel/schlacht-um-berlin) wurde die Brücke von deutschen Truppen gesprengt, um den Vormarsch der Roten Armee aufzuhalten. Das schwer beschädigte Bauwerk wurde 1945 behelfsmäßig instandgesetzt und 1949 durch einen vereinfachten Neubau ersetzt, der um 1965 umgebaut und 1981-83 verbreitert wurde. Die Abbildungen zeigen die Gotzkowsykbrücke mit Blick nach Nord-Osten in Richtung Moabit. Das 1945 in der Bildmitte sichtbare Gebäude gehörte zu der rechts im Bild angeschnittenen, 1894/95 erbauten Gemeindeschule an der Levetzowstraße. Im Zuge der Verbreiterung der Gotzkowskystraße wurde es in den Nachkriegs-Jahrzehnten abgerissen. Das Wohnhaus im Vordergrund links musste einem größeren Neubau weichen.

## Charlottenburg

![Blick entlang der von Ruinen gesäumten Berliner Straße auf das schwer beschädigte Rathaus](https://staging.stadtmuseum.de/wp-content/uploads/2025/05/rathaus-charlottenburg-1945-newman-300x182.jpg)

![Blick entlang der Otto-Suhr-Alle auf das Rathaus Charlottenburg](https://staging.stadtmuseum.de/wp-content/uploads/2025/05/rathaus-charlottenburg-heute-300x182.jpg)

##### Berliner Straße / Otto-Suhr-Allee

Die Berliner Straße (seit 1957 Otto-Suhr-Allee) führt von Schloss Charlottenburg über einen Knick am „Knie“ (heute Ernst-Reuter-Platz) direkt ins Zentrum Berlins. Diesen Weg nahm die von Norden auf Berlin marschierte 1. Polnische Armee in den letzten April-Tagen 1945. Unterstützt von sowjetischen Panzern, kämpfte sie sich den Weg gegen teils erbitterten Widerstand frei. Dabei versanken fast alle Gebäude, die den alliierten Bombenkrieg überdauert hatten, in Trümmer. Außer dem Rathaus wurde nach dem Krieg in diesem Teil von [Charlottenburg](https://staging.stadtmuseum.de/thema/charlottenburg) nur wenig wiederhergestellt. Die meisten Gebäude entstanden neu.

![Blick entlang der von Ruinen gesäumten Tauentzienstraße auf die zerstörte Kirche](https://staging.stadtmuseum.de/wp-content/uploads/2025/05/gedaechtniskirche-1945-newman-300x200.jpg)

![Blick entlang der Tauentzienstraße auf die Gedächtniskirche und Hochhäuser am Breitscheidplatz](https://staging.stadtmuseum.de/wp-content/uploads/2025/05/gedaechtniskirche-2015-wermann-300x200.jpg)

##### Tauentzienstraße

Wie auf Newmans Bild zu sehen ist, haben die Häuser der Tauentzienstraße im Zweiten Weltkrieg schwer gelitten. 1862 als Wohnstraße geplant, begann mit dem Bau des KaDeWe im Jahre 1907 die Entwicklung zu einer der bekanntesten Einkaufsstraßen Berlins. Als 8-Jährige zog Marlene Dietrich mit ihrer Mutter in die Tauentzienstraße 13. Die Kaiser-Wilhelm-Gedächtniskirche wurde 1895 nach Plänen von Franz Schwechten fertig gestellt. Der 1961 unter Einbeziehung der Ruine des Hauptturmes als Mahnmal fertig gestellte Neubau ist ein Kompromiss zwischen den Plänen des Architekten Egon Eiermann und den Wünschen der Bürger.

## Schöneberg

![Beschädigter U-Bahnhof Wittenbergplatz inmitten von Ruinen](https://staging.stadtmuseum.de/wp-content/uploads/2025/05/wittenberg-platz-1945-newman-300x200.jpg)

![](https://staging.stadtmuseum.de/wp-content/uploads/2025/05/wittenbergplatz-2015-wermann-300x200.jpg)

##### Wittenbergplatz

Der Wittenbergplatz wurde 1892 im damals noch selbstständigen [Schöneberg](https://staging.stadtmuseum.de/thema/schoeneberg) angelegt. Seinen Namen nach der Schlacht von Wittenberg gegen die napoleonischen Truppen. Die Eröffnung des gleichnamigen U-Bahnhofes erfolgte 1902 nach Plänen von Paul Wittig. Im Hintergrund links das 1907 vom Unternehmer Adolf Jahndorf „für die oberen Zehntausend“ eröffnete Kaufhaus des Westens des Architekten Johann Emil Schaudt. Sowohl der U-Bahnhof von Alfred Grenander aus dem Jahr 1913 als auch das KaDeWe erlitten schwere Kriegsschäden, sind aber zwei der wenigen wieder in Stand gesetzten Gebäude in der Umgebung des Wittenbergplatzes.